“Er geht wie ein Walser“, sagte man früher, um die typisch weiche, rhythmische Gangart dieses Volks zu beschreiben, das über Pässe und Gletscher bis zu den Abhängen des Monte Rosa gelang. Wenn man die Karte der Walsersiedlungen betrachtet, fällt einem sofort die große Streuung der Siedlungen auf. In der Tat besetzten die Walser das Gebiet, indem sie viele autonome Ortskerne bildeten. Diese waren zwar voneinander getrennt, aber das Gebiet wurde gemeinsam geführt und die bürgerlichen Aufgaben und der Gottesdienst gemeinsam verwaltet. Für lange Zeit wusste man nicht, wie die Walser die Siedlungsgebiete ausgewählt hatten. An dieser Stelle muss man erwähnen, dass sich die Walser nicht in unbewohnte Täler begaben, tatsächlich waren alle Täler, in die sie auswanderten, von alteingesessenen Bewohnern, meist galloromanischen oder keltischen Ursprungs, besetzt oder teilweise verändert worden.
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Geschichte