Verkauf der Eigenleute im Lütschinental
Walser Ereignis
1346-11-22 00:00:00.00
der genaue Tag
Eine Urkunde vom 22. November 1346 führt die Lötscher von Lauterbrunnen zusammen mit jenen von Planalp auf. Mit diesem Schriftstück verkauft der Freiherr Peter von Turn dem Augustinerkloster zu Interlaken einen Teil seiner Eigenleute im Lütschinental und jene auf der Planalp am Brienzer Rothorn:
«Ich Peter zem Turne, friie, herre ze Gestellen in Wallis... han verköfft und hingegeben zu rechtem eigen... min lüte, die genemmet sint die Loetscher und gesessen sint ze Gimelwalt, ze Murren, ze Luterbrunnen, ze Trachsellowinen, ze Sichellowinen, ze Amerton, und wa si sint in der parochia (Pfarrei) von Steige gesessen... und och die Loetscher, die uffen Blanalp gesessen sint in der parrochia von Brienss...»
Dieser Vertrag hat dem Kloster Interlaken noch nicht alle turnischen Rechte eingetragen. Erst am 29. August 1395 verkauft Freiherr Anton von Turn dem Gotteshaus alles der Familie verbliebene Grundeigentum und alle Herrschaftsrechte auf Gimmelwald, Mürren, Ammerten und Lauterbrunnen, «land, lute und guot...mit gericht, mit twing, mit banne und mit vollem recht und mit voller herrschaft...».
Es scheint, dass mit dem Kauf vom Jahre 1346 die Leute allein – mit Twing und Bann aber ohne Boden – 1395 aber Grund und Boden mit dem Rest der Leute verkauft wurden.
Nein
Nein
Dieser Ordner hat zur Zeit keinen Inhalt.