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Kultur | Bauweise

Speicher

Spiicher, Speicher, Vorratsgebäude; 1. bei oberflächlichem Betrachten ähnelt der Speicher dem Stadel: auch er ist gestelzt, doch hat er eine andere Raumstruktur und eine solidere Bauart. Er war ganz sorgfältig als Kantholzblock mit Vorstössen errichtet, damit weder Ungeziefer noch Feuchtigkeit eindringen konnte. Der Speicher war ausser dem Wohnhaus der gepflegteste Bau unserer Mehrhausbau-Gegend.

Selten nahm ein Speicher den gesamten Raum eines Gebäudes ein, manchmal wurde er an einen Stadel zur Seite angebaut oder als zusätzliches Stockwerk aufgebaut. Meistens waren mehrere Speicher in einem Gebäude (in Ausserberg habe ich in einem Gebäude sieben Speicher gezählt); in diesem Falle besass jeder seinen eigenen Eingang, versehen mit einer verschliessbaren, festen Türe. Das Innere bestand aus einem einzigen Raum, der aber mit Gestellen, Kisten und Kästen unterteilt wurde. Der Speicher diente zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, die trocken gehalten werden mussten (Getreide, Mehl, Brot, Trockenfleisch, Speck und Hamme, Hauswürste usw.). Früher wurden hier oft auch noch andere Kostbarkeiten wie Schmuck, Sonn- und Festagskleider und Dokumente aufbewahrt.

Speicher
 Speicher

Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Verlag Wir Walser, Brig 2003

 

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