Kultur | Siedlungsweise

La Teppe

12.10.2006

Da es in Vallorcine keine Zugtiere gab, wurde die Erde nur vom Bauern selbst bearbeitet.

Für ein abfallendes Feld muss man "la teppe" machen, damit sich die Erde nicht im  Lauf der Jahre am unteren Ende ansammelt.
Man begann mit der Markierung der Feldränder, anschließend trennte man die Klumpen (teppons) am untersten Teil mit der delabre und hebt sie mit dem soulévieu auf. Nachdem man den Rückentragekorb (brête) auf einen Dreifuß gelegt hatte, um ihn anschließelnd auf die Schultern zu heben, legte man hierauf die "teppons" und brachte sie an den oberen Feldrand. Anschließend trennte man je nach Gefälle zwei bis drei Erdstreifen, etwa 60-80 cm breit. Wenn die ersten Streifen transportiert worden waren, nahm man den nächsten mit dem soulévieu auf, mit der flachen Seite der delabre dreht er sich von selbst wie eine Rolle. Der Streifen wurde also umgedreht und mit der Spitzhacke (pioche) zerhackt. So verfuhr man bis zum oberen Feldrand.

 
 
 Der "solévieu" und die "delabre" .
 Die umgedrehte Reihe mit der flachen Seite der "delabre".

                                                                               

                                                             


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