Trachten
Brand
Die Frauen tragen eine schwarze Haube mit Tüllverzierung und einen bestickten Haubenboden, an dem eine breite, schwarze Moireemasche befestigt ist. Der schwarze Goller ist mit einem breiten, abgesteppten Band ringsum eingefasst und hat vorne eine kleine Tüllspitze als Abschluss.
Bürserberg
Das Mädchen trägt ein Krönele, welches mit einem roten Seidenband am Kopf befestigt ist. Zur weißen Bluse wird ein rotes Mieder aus Wollbrokat mit Aufputzband getragen. Das schwarze Brusttuch, Latz genannt, ist reich und bunt bestickt, schließt am oberen Rand mit einer Gold- und darüber Samtborte ab. Der Latz wird mit einer schwarzen Kordel an Silberhaken verschnürt.
Damüls
In Damüls wird keine Walser Tracht, sondern die Tracht des Bregenzerwaldes getragen. Die schwarze gelackte Juppe ziert ein schwarzes oder ein rotes Mieder, auf dem der bestickte Juppenbändel das ebenfalls reich bestickte Fürtuch („Bleaz“) einrahmt. Auf der Juppe ist ein feiner blauer Streifen aufgenäht, der oberhalb des Knies verläuft. Ein Glanzledergürtel, der rückwärts mit einer filigranen Silberschnalle versehen ist, ziert die Taille. Die Ärmel sind aus weißem Leinen oder bunter Seide.
Ebnit
Die Ebniter Frauentracht stellt einen Bezug zur Großwalsertaler Volkstracht her. Dadurch ordnet sie sich in die Reihe der Walser Trachten ein und das Dorf bekennt sich klar zum Walsertum. Der Rock wird wie bei der Tracht des Großen Walsertales aus schwarzem Wollstoff genäht, jedoch im Gegenteil zu dieser ohne Samtband. Das Mieder ist aus einem in sich gemusterten Brokat. Die Farbe kann auf die jeweilige Trägerin abgestimmt werden.
Galtür
Bericht von Georg Juen - Persönlich bin ich der Meinung, dass es früher im Paznaun keine einheitliche Tracht gab, da die Menschen, die unser Tal besiedelten zu verschieden waren. Zum einen gab es die Bajuwaren, die vor allem Kappl und See besiedelten, zum anderen die Rätoromanen, die aus dem Engadin die Orte Ischgl und Galtür gründeten und dann noch spätere Siedler, die Walser nämlich, die über Vorarlberg aus dem Allemanischen kamen.
Großes Walsertal
Charakteristisch für die Frauentracht im Großen Walsertal ist der Wollrock, Lona genannt. Er beginnt über der Brust und fällt lose bis zu den Knöcheln hinab. Die Braut trägt das grüne Schappel mit roten Seidenbändern und um den Hals ein breites, schwarzes Seidenband, welches seitlich in eine kleine Masche gebunden wird. Dazu trägt sie das weiße Libli aus Leinen mit Spitzenbesatz und silberner Gollerkette.
Die Gressoneyer Frauentracht
Die Gressoneyer Frauentracht wurde ursprünglich als Arbeitsgewand genutzt und war natürlich weniger geschmückt als die gegenwärtige.
Die Gressoneyer Männertracht
Die Gressoneyer Männertracht ist eine jüngere Kreation (1952) und wurde durch die Gründung der Trachtengruppe notwendig und der Frauentracht angepasst.
Die Guriner Frauentracht
Bäuerliche Festtagstracht nicht nur von Bosco Gurin, sondern auch des Maggia- und des Verzascatals.
Kleines Walsertal
Der Mann trägt einen schwarzen Zylinder, ein schwarzes Kamisol mit aufgestecktem Hochzeitssträußchen an der linken Brustseite, schwarze Kniebundhose und eine rote Weste. Darunter wird das weiße Hemd mit grünem Seidenhalstuch und bestickten Lederhosenträgern sichtbar. Die Strümpfe sind weiß, die Schnallenschuhe schwarz.
Laternsertal
Das rote Mieder der Frau in der Mitte ist mit schmaler, blauer Zierleiste schwarz eingefasst. Der rote Goller ist nur schwarz mit roten und grünen Stickereien. Daran hängt die silberne Liblikette. Der Brustlatz ist breit und reich bestickt. Die Schürze aus Seide ist in sich gemustert und hat am oberen Rand eine schwarze Bandeinfassung. Darüber liegt ein schmaler, bunt bestickter Gürtel, der rückwärts mit einer Silberkette zusammengehalten wird. Als besondere Eigenart ist der dunkelblaue Rock mit einer breiten, blauweiß gemusterten Blende ausgestattet. Sie hat einen hellroten Vorstoß als Abschluss. Der Unterrock ist grün mit roter Zackenlitze. Die Bluse ist hoch geschlossen mit langen, buschigen Ärmeln, die jeweils in ein Bündchen gefasst sind.
Silbertal
Die Frau links trägt die überlieferte Alltagstracht, Werktagsjuppe genannt, mit anliegendem, hoch geschlossenem, schwarzem Leibchen, schwarzem kleinen Knopfverschluss und schwarzem, mit Samtband verziertem Rock, der innen mit einer sehr breiten Blende rot abgefüttert ist. Der Unterrock ist ebenso rot wie die Strümpfe. Dazu trägt sie eine blaue, gemusterte Schürze. Das weiße Hemd ist im Raglanschnitt gehalten. Um die Schultern liegt ein kleingemustertes Halstuch.
Tannberg
Die Frauentracht besteht aus einem schwarzen Wollrock mit rotem Besatz und einem 2 ½ cm breitem schwarzen Samtband, ca. 3-4 cm oberhalb des Rockendes. Das Mieder ist entweder aus in sich gemustertem Wollbrokat oder aus klein gemustertem Seidenstoff. Es wird mit schwarzem Tirolerband (Stapfband) eingefasst und mit kleinen Rückstichen aus goldfarbenem Stickgarn bestickt. Rot, blau oder grün sind die überwiegenden Grundfarben des Mieders.
Triesenberg
Eine traditionelle, auf Generationen zurückreichende Tracht kennen wir in Triesenberg nicht. Der Trachtenverein ist ein junger Verein. Echtes, altes Brauchtum hingegen sind die sogenannten Chappa, Frauenhüte, die mit dem Geschehen rund um die Hochzeit im Zusammenhang stehen.
Vallorcine
Die Tracht der grenzüberschreitenden Folkloregruppe.
Walliser Sonntagstracht
Walliser Sonntagstracht (Frauen- und Männertracht aus Simplon Dorf)
Walliser Werktagstracht
Frauentracht aus Ried-Brig - Der Hut (Heuerhut) ist aus Stroh, flach, hat ein 5 cm hohes Gipfi und einen 12 cm breiten Rand. Ein rotes Samtband umrundet das Gipfi und weist links eine grosse und rechts eine kleine Masche auf. Der Rand ist mit einem roten Samtband eingefasst. Unter dem Heuerhut wird der Chignon getragen. Die Bluse ist aus Leinen oder Baumwolle, weiss, Ärmel bis wenig ob Ellbogen, runder Halsausschnitt, Kreuzstichstickerei auf Bärtchen an Ärmeln und Halsausschnitt.
Wallisertracht: Der Trachtenhut
Beschreibung des Walliser Trachtenhutes mit Bild - Die Haube ist aus schwarzem Satin.Eine schwarze Spitze von 2 cm Breite umrandet die ganze Haube. Ursprünglich trugen die Frauen einen Chignon. Der Hut ist aus Stroh, 8 cm hoch, der Rand ist ein Kres aus schwarzer Seide oder Baumwolle. Beidseitig fällt eine Schleife über die Ohren.
Die Walser Tracht aus Pomatt (Formazza)
Im Pomatt fand im Jahr 1981, in dem Monat September, der neunhundertste Jahrestag des St. Bernhard statt. An jenem Tag wurde die Tracht angezogen, die bei dieser Gelegenheit nach dem traditionellen Vorbild getreu nachgebildet wurde.
Gibt es eine Walser Tracht?
Tracht bedeutet eigentlich: Das Kleid, das man trägt. Die Trachten entwickelten sich unterschiedlich in den verschiedenen Regionen.